Restaurierung der Wandmalereien

Restaurierung der Wandmalereien

Das Restaurierungsprojekt Wandmalereien aus verschiedenen Epochen in der Vipperower Dorfkirche

Man weiß es schon seit langem, unter dem Innenanstrich der Vipperower Dorfkirche verbergen sich alte Malereien, zum Teil sind auch für den Laien Spuren dieser übertünchten Malereien sichtbar. Bekannt ist auch, dass es sich an der Nordwand um eine Weltgerichtsdarstellung handelt. Wie schön, wenn das alles deutlicher sichtbar und restauriert werden könnte, hört man immer wieder.

Wandbild II Weltgericht, Gesamtansicht

Ansicht der Nordwand mit der Weltgerichtsdarstellung etwa aus der Zeit Ende des 15. bis Anfang des 16 .Jahrhunderts, am Anschluss zur Decke ist ein Ornamentfries aus dem 19. Jahrhundert sichtbar. Foto Detlef Krohn

 

Ein  großes Anliegen des Vereins ist die Freilegung und Restaurierung der Wandmalereien aus mehren Jahrhunderten. Durch Vermittlung einer Berliner Restauratorin führte der Restaurator Detlef Krohn eine restauratorische Untersuchung durch, die vier umfangreiche qualitätvolle Ausmalungsphasen von ca. 1300 bis ins 19. Jahrhundert  belegt.

Spenden und unsere Bausteinprojekte ergaben den notwendigen Eigenanteil, um Fördermittel beantragen zu können. Vor Beginn der Restaurierung mussten wir den positiven Bescheid unseres Antrags bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung abwarten. Mit der Förderentscheidung konnten wir das große Projekt - Restaurierung der Wandmalereien aus mehreren Jahrhunderten - ab 2012 realisieren.

Nord- Ost- und Westseite sind mittlerweile fertiggestellt und wir nutzten die Zeit, um die Sakristei und Teile der Empore zu sanieren.

Fertig ist auch die Elektrik und die Beleuchtung der Kirche.

Es steht jetzt noch die Restaurierung der Südseite an.

Weltgericht Ausschnitt

Bild links: Ausschnitt aus der Weltgerichtsdarstellung, insbesondere bei der Darstellung des Engels sind die feinteilige und qualitätvolle Malerei und die anspruchsvolle, sehr dynamische Komposition der Figur noch gut ablesbar. Foto Detlef Krohn

Bild rechts: Die schmale ornamentierte Fläche an der linken Bildseite zeigt Pflanzen und Tiere. Sie gehört zum ursprünglichen Bestand der Weltgerichtsdarstellung, wie die maltechnische Übereinstimmung belegt. Sicher stellt dieser Malereibereich einen Verweis auf den abgeschlossenen Paradiesgarten dar. Foto Detlef Krohn

Ostwand WeihekreuzKopf Nordwand Freilegung

Bild links: Freilegung (Ausschnitt) der Malerei auf der Ostwand. Erkennbar ist ein aus mehreren Kreisbögen konstruiertes Kreuz, welches den ursprünglichen Weihekreuzen entspricht. Foto Detlef Krohn

Bild rechts: Nordwand, Freilegung, vom Kopf der Darstellung gehen dunkle Striche aus, die als Stahlennimbus anzusprechen sind. Bei den dunklen Strichen kann eine Farbveränderung eines nicht beständigen Pigments vorliegen. Foto Detlef Krohn

 

Einen Auszug aus der restauratorischen Untersuchung, © Detlef Krohn, Dipl. Restaurator, finden Sie hier.